Allismus ist eine der möglichen Gegenteile von Autismus.

Die etymologische Bedeutung: griech allòs (ein Anderer – in diesem Zusammenhang auf Andere bezogen) steht hier im Gegensatz zu griech. autòs (Selbst – in diesem Zusammgenhang ‚auf sich selbst bezogen‘).

Natürlich sind weder Autisten unentwegt auf sich bezogen, noch sind Allistenp permanent auf andere bezogen – trotzdem lässt sich pauschalisieren: Statistisch betrachtet fällt es Allisten leichter mit Anderen, auch mit Unbekannten anderen gut zurecht zu kommen. Allisten haben einige Geheimsprachen, die sich für die meisten Autisten nicht automatisch erschließen, etwa die Körpersprache, Mimik und auch der Tonfall und haben so auch viel mehr Möglichkeiten die Intention von Anderen zu erkennen und deren Information ganzheitlich zu erfassen. 

Die Notwendigkeit ein Gegenteil von Autismus zur Verfügung zu haben ergibt sich weniger im Alltagsleben, sondern vor allem wenn es darum geht Besonderheiten zu beschreiben. Alles was sich im Vergleich zueinander am besten nachvollziehen und erschließen lässt – hat durch ein definiertes Gegenteil einen großen Vorteil.

Es fällt uns ja auch leichter das Konzept ‚trocken‘ zu verstehen, wenn wir ’nass‘ kennen gelernt haben, ebenso verhält es sich mit ‚warm‘ und ‚kalt‘.

Um Autisten verstehen zu können ist es hilfreich auch die allistische Seite kennen und verstehen zu lernen – umgekehrt gilt dasselbe.